DIE MEDIZIN DER DUNKELHEIT
Die Aktivierung des Lichtkörpers

Dunkelretreat
Die Geburt des inneren Lichtes

Die Dunkelheit in der man einige Tage und Nächte verbringt wird als Mittel  zur Rückkehr und Wiedervereinigung mit unserem göttlichen Selbst in  unserem Inneren genutzt.

 

Was ist ein Dunkelretreat

Seinserfahrung:
Aufenthalte in kompletter Dunkelheit verändert die Sinneswahrnehmung. Gedanken, Vorstellungen und falsche Identitäten ziehen sich zurück. Es kommt  verstärkt zu einer Bewußtseinsklarheit. Bei manchen setzt sich das stärker durch als bei anderen, was davon abhängt, wie man es wagt, sich von der Dunkelheit und begleitenden Gesprächen unterstützt in einen leeren Raum, eine leere Zeit und in ein leeres Ich hineingleiten zu  lassen. Dieses mag einem Tod, einem Aufgeben gleichkommen und davor hat unser Ich Angst.

Das Leerwerden:
Die Abwesenheit von äußeren Reizen, wenn wir uns im Dunkeln befinden, führt  zunächst dazu, das seelische Vorgänge sich verstärken, danach durchsichtiger werden, später erlöschen sie und wir laufen leer. Hier kann es wie von selbst zu tiefen Erkenntnissen kommen. Auch setzt eine tiefe körperliche und psychische Regeneration ein.

Das innere Licht:
Nach längerem Aufenthalt in der Dunkelheit verschärft sich die Wahrnehmung. Geräusche und Laute weichen immer mehr zurück. Wir verlieren immer mehr die Verbindung zur äußeren Welt und unsere Sinne richten sich nach innen.

Die Träume werden klarer und Lichterscheinungen können auftreten. Manchmal tritt ein bläulicher Lichtschimmer auf. Manche sehen auch Regenbögen. In den Farben spiegelt sich die universelle Lebensenergie wieder. In kompletter Dunkelheit wird die Zirbeldrüse aktiviert, die uns die Verbindung zur universellen Lebensenergie öffnet.

Stufenweise führt uns die Dunkelheit in immer höhere Zustände göttlichen Bewusstseins.

Die Dunkelheit führt uns zurück zu unserem wahren Selbst und wir werden mit unserer Göttlichkeit in unserem Inneren wiedervereint. Wir werden zu  elektromagnetischen Leitern der universellen Energie.

Spirituelle Traditionen

Aufenthalte in kompletter Dunkelheit wurden in allen spirituellen Traditionen eingesetzt, um Erleuchtung zu erlangen insbesondere in Japan, Indien und Tibet. In Europa sind unterschiedliche, unterirdische Tunnelnetzwerke bekannt als Räume der Initiation durch die Dunkelheit. In Ägypten, in Rom und am Toten Meer handelte es sich um Höhlen. Höhlen stehen für die Erdmutter und ihre Energielinien.

Die Höhle symbolisiert die Unsterblichkeit, einen inneren alchemistischen Raum. Auch in England sind unterschiedliche Gewölbe bekannt, Räume der Initiation durch die Dunkelheit. Sie befinden sich unter Stonehenge, Glastonbury Tor und anderen Steinmonumenten. Diese unterirdischen Kammern und Labyrinthe werden "Weem" oder "Wambe" (Höhle) genannt. Diese prähistorischen Monumente in Großbritannien werden mit dem Totenkult in Verbindung gebracht. Die Initianten wurden, nachdem sie eine höhere Bewußtseinsstufe erreicht hatten, auf sehr behutsame Weise in die nicht sichtbare Welt eingeführt. Während des Rituals erfuhr die Psyche eine Art Tod. Diese Mysterien spielten sich in unterirdischen Kammern ab, aus denen alles Licht fern gehalten war. Sowie das Kind im Leib der Mutter empfangen, so der Geist in dunklen Höhlen geboren werden konnte. Die Megalithkammern von Malta und Gozo waren ebenfalls Orte, die eine Neugeburt durch die kosmische Mutter begünstigten.

 

Aufenthalte in kompletter Dunkelheit werden im Rahmen der Visionssuche und der meditativen Inneneinkehr in allen Religionen und Kulturen praktiziert.

Meine eigenen Erfahrungen.
Ich feierte meinen 50. Geburtstag nicht wie gewöhnlich mit einer großen Party, sondern fühlte mich magisch angezogen von einem Artikel in der Esotera mit dem Titel "Dunkeltherapie" Pfeilweg zur Erleuchtung. So praktizierte ich mein 1. Dunkelretreat mit Begleitung eines Therapeuten im Schwarzwald.

Nachdem ich viele Meister, Mysterienschulen, Heiler ,Schamanen und die Natur als Lehrer  kennen gelernt hatte, war es die Dunkelheit ,die mich initiierte, mich mit meiner inneren Lichtnatur in Kontakt brachte. Ich kam in der Dunkelheit  in Kontakt mit vergangenen Leben,erkannte meine Fähigkeiten und Talente  und bekam klare Anweisungen für meine jetzige Lebensaufgabe. Viele  Probleme hatten sich von selbst erledigt.
Die Dunkelheit hat mir den Weg nach Hause gezeigt, ich bin angekommen.

Seit 2003 biete ich das Dunkelretreat auch im Rahmen der Naturtherapie an.
Seit der Zeit habe ich viele Menschen aus Deutschland, der  Schweiz, Österreich, Luxemburg, Lichtenstein, Tschechien, Holland und Russland durch die Dunkelheit auf ihrem persönlichen Lebensweg, der Reise der Selbstentdeckung, begleiten dürfen.

Durchführung
Das Dunkelretreat findet in einem völlig abgedunkelten Apartment in meinem Haus statt. Täglich gibt es 1 Gespräch in dem die  auftretenden Erscheinungen und psychischen Situationen analysiert werden und wenn nötig durch entsprechende Übungen vertieft und bewußt gemacht.

Während des Aufenthaltes in der Dunkelheit werden Demeter-Säfte, Kräutertees, Quellwasser und vegetarische-biologische Suppen angeboten. Bei längeren Aufenthalten wird zusätzlich zu der flüssigen Nahrung noch ein leicht verdauliches Essen bereitet(z.B. Reis und Gemüse).

Vorbereitung für das Retreat
Unsere Einstellung kann sehr dazu beitragen eine Grundlage für ein positives Gelingen zu schaffen. So ist es zu empfehlen, schon einige Wochen vor Beginn des Retreats sich für ein Gefühle der Offenheit und der Freude auf eine Zeit des Ruhens und der Begegnung mit unserer inneren wahren Natur, einzustimmen.

Folgende Einstellungen können eine Vorbereitung für das Retreat sein.

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sich freuen auf eine Zeit der Ruhe,auf eine Pause vom Druck des Alltags

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Offenheit und Neugier für die Selbstentdeckung

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Sehnsucht nach Klarheit und Weisheit

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eine Möglichkeit, die Antworten auf Lebensfragen aus dem eigenen Inneren zu erhalten

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Dankbarkeit für die Möglichkeit zu lernen und zu wachsen um mit sich selbst mehr im Reinen zu sein und damit die Welt in der Entfaltung von Harmonie, Frieden und Schönheit unterstützen zu können.

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1 Woche vor Beginn des Retreats ist es notwendig den Darm zu reinigen und auf vegetarische Kost umzustellen.


Wichtig: Die hier beschriebene Methode der Dunkelerfahrung ist keine Alternative oder Ersatz für eine professionelle medizinische Behandlung. Menschen die an einer auf geistigen oder emotionalen Störungen beruhenden Erkrankung leiden, sollten einen professionellen  Gesundheitsexperten oder Therapeuten aufsuchen.

 

Zeit: mindestens 7 Tage, zu empfehlen ist ein längerer Aufenthalt in der Dunkelheit

Gebühr: 150,- €  inklusive Verpflegung und 1 Std. Beratung pro Tag.

Anmeldung: Gertrud Niehaus,  Tel. (05854) 96 99 77, E-mail naturtherapie@gmx.info

Anmeldung erfolgt bei Überweisung einer Vorauszahlung über 200 €

Das Buch Dunkelraum von Mantak Chia ist im Amra Verlag erschienen

 

”Aus der Dunkelheit ins Licht”

 In der 42. Folge von VWFNO reden Roland und Gerry mit der Dipl. Soziologin und Begründerin des Instituts für Naturtherapie, GERTRUD NIEHAUS nicht nur über den Sinn des Lebens sondern auch über eine ganz besondere Art der Bewusstseinserweiterung: das Dunkelretreat.

Wer das hören will muss klicken.

Entweder 
hier
http://viele-wege-fuehren-nach-om.podomatic.com
hier
https://itunes.apple.com/de/podcast/viele-wege-fuhren-nach-om/id756865933?l=en

oder hier
https://www.youtube.com/watch?v=ii9INIvksJE

 

Saskia John, die Autorin des Buches "Grenzerfahrung Dunkelretreat", durfte ich im Sommer 2016, 26 Tage bei mir im Haus,durch die Dunkelheit begleiten.

Saskia:

"Der letzte Dunkeltag gipfelte in einer sehr tiefen Erfahrung. Es schien mir ,als ob die vorherigen 25 Tage wie eine Vorbereitung darauf waren. Ich kam in Kontakt mit uralten,weiblichen,archetypischen Kräften, die im Dunkel des Urmeeres gefangen gehalten wurden. Ich befreite diese Kräfte und kam in Kontakt mit einer riesigen Krake. Ich schaute sie an und sie schaute mich an. Es war ein Austausch von Auge zu Auge. Aus den Augen der Krake floss uraltes Wissen und unsagbare Güte zu mir. Ich war sehr ergriffen und berührt. Ich wusste,das diese Weisheit auch ich bin und nahm wahr,das das eine Auge tausend Augen hat. Das Erkennen und das Erkannte,das Schauende und das Geschaute waren eins. Das habe ich klar gefühlt.Ich erkannte,das es egal ist, was ich mache-es geht darum, dass ich diese Qualitäten in die Welt bringe:".

Gertrud:

Diese Weisheiten können nur aus dem Herzraum kommen. Die Dunkelheit öffnet den heiligen Raum des erwachten Herzens. Hier" träumen" wir von einer neuen Welt, in der unsere Probleme unbekannt sind. Das Herz weiß genau, wie wir handeln müssen ohne unseren Verstand einzuschalten. ES MACHT KEINEN SINN ÜBER KRIEG UND VERSCHWÖRUNG NACHZUDENKEN und wie wir einen Krieg beenden können.Veränderung ist nur möglich, wenn wir in unserem Herzen in Balance sind und je mehr Menschen das wissen, um so mehr können wir verändern. Wenn wir in den heiligen Raum des Herzens gehen,sieht und fühlt man die gesamte Welt.
Eine große Zahl der indigenen Völker dieser Erde, ihre Führer, ihre Schamaninnen, Medizinmänner, Medizinfrauen machen nur eins:sie warten darauf, dass wir aufwachen und das wir uns daran erinnern, wer wir sind und warum wir hierher gekommen sind. Und das wir uns nicht mehr von unserem Verstand leiten lassen, sondern das unser Herz die Kontrolle über alles erringen darf.
Liebe und Mitgefühl bleiben und dafür danke ich Saskia. Es war mir eine Freude dich durch die Dunkelheit begleiten zu dürfen. Ich erinnere mich an viel Humor,große Tiefe, Ausdauer, Forscherdrang und immer wieder dein Lachen aus dem Herzen.

Saskia:

Ich danke dir liebe Gertrud, für deine liebevolle Begleitung, dein Dasein, dein aufmerksames Zuhören, dein Mitgehen mit meinem Prozess und deine Bilder, die in dir entstanden waren, während ich dir von meinen Erfahrungen berichtete und die meinen 26 -Tage -Prozess parallel begleiteten, bestätigten. vertieften und unterstützten. Und ich genoss jeden Tag deine leckere, wärmende, nahrhaft, selbst gemachte Gemüsebrühe während meiner Fastenzeit. Ich fühlte mich mütterlich umsorgt und sehr geborgen in deinem Haus, umgeben vom Klingen des Glockenturmes und dem bunten Vogelgezwitscher. Es war, als würde sich mein Prozess in deine weibliche Fürsorge und die natürliche Umgebung harmonisch eingebetet haben, so das genau DAS stattfinden konnte, was ich während des Dunkelprozesses erfahren durfte.
In tiefer Verbundenheit,Dankbarkeit und Vorfreude auf vielleicht mal 49 Tage…..

Buchempfehlung: Saskia John "Grenzerfahrung,Dunkelretreat" in den Tiefen der Seele

 

Gespräche in der Dunkelheit

Gertrud:

Du warst nun 3 mal in der Dunkelheit d.h. dies ist das 3. Dunkelretreat.
Was motiviert dich für 14 Tage in die Dunkelheit zu gehen?

Ambet:

Es ist für mich eine innere Reise. Ich suche nicht alles im äußeren. Ich bin gespannt auf alles, was ich so in meinem Inneren in der Dunkelheit antreffe. Ich lerne in der Dunkelheit mit den guten Seiten in mir aber  auch mit den Schattenseiten in mir in Kontakt zu kommen. Ich erkenne in der Dunkelheit, wo bin ich im Frieden, wo kann ich Lebensthemen von mir schon ruhen lassen und was will noch angeschaut werden.

Gertrud:

Was hattest du dir als Thema für diese Dunkelretreat gewählt?

Ambet:

Da kamen große Thema in Gang, die beim letzten mal in der Dunkelheit schon aufgetaucht sind. Ich denke, ich habe dieses Mal zu diesem bekannten Thema den Teig so richtig durchgeknetet. Jetzt bin ich an diesem Punkt angelangt, das ich zu diesem Thema Frieden schließen kann.

Die Aggressionen, die ich am Anfang des Retreats hatte und auch die Verzweiflung, das alles  ist nicht mehr da. Ich habe es angeschaut, bearbeitet, von allen Seiten beleuchtet und eben auch angenommen und das hat zu einem großen Frieden geführt in meinem Inneren.

Gertrud:

Wie anderes erlebst du die Konfliktbearbeitung in der Dunkelheit als in deinem Sessel z.B. zu Hause?

Ambet:

Es ist jedes mal anders. Die Erfahrung ist davon abhängig wie viel du schon an einem Thema gearbeitet hast und wie weit du selbst schon damit gekommen bist. Dementsprechend wirst du auch eine bestimmte Zeit in der Dunkelheit brauchen. Diese Themen habe ich schon intensiv und mehrere Male bearbeitet und nicht nur in der Dunkelheit. Aber was anders ist in der Dunkelheit als zu Hause im Sessel die Themen zu bearbeiten ist allein schon die Intensität, die Dichte der Themen, die in den ersten 3-4 Tagen hoch kommen. Das Gehirn rast wie gerückt in der Zeit -es  redet und redet und redet.

Dadurch das die äußeren Reize nicht da sind Licht und alles andere an Ablenkungen nicht da ist, hat der Verstand irgendwann nichts mehr zu  tun. Er kann sich an nichts mehr festhalten. Ich schaffe es auch nicht in den ersten Tagen des Retreats einem Gedanken zu folgen -alles sind  Gedankenfetzen.

Gertrud:

Du spürst wie flüchtig Gedanken sind.

Ambet:

Ja, Gedanken sind vollkommen flüchtig und die immer wiederkehren zu einem Thema kann man nicht verfolgen. Sie ergeben einfach keinen Sinn. Alles rast im Kopf  wie eine Herde Pferde, die völlig unkontrolliert über eine Steppe rennen. So sehe ich es. Nach ein paar Tagen senkt sich dann eine Ruhe über diesen gedanklichen Prozeß und dann verlieren sie sich zu einem Thema  ganz oder sie werden viel ruhiger und zielgerichteter. Dann kann man den einzelnen Gedanken nehmen, ihm folgen und ihm eine Richtung geben. Dazu werden dann auch Gefühle freigegeben. Man kann dann wirklich in die Tiefe gehen und schauen, was da noch hochkommen möchte. Es wird dann  möglich einem Weg zu folgen, den man sich z.b. vorgenommen hat. Am Anfang  des Retreats ist so etwas gar nicht möglich.

Gertrud:

Du sagtest, du hast in den 3 Retreats ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Ist das so?

Ambet:

Wie ich dir berichtet habe, hatte ich mir im 1. Retreat eine Christuserfahrung gewünscht. Dabei habe ich mich während des gesamten  Retreats immer himmelwärts bewegt. So kam dann auch das Licht, was ich als Christuslicht bezeichne .Ich habe es empfangen. Ich kann natürlich nicht sagen, das es das Christuslicht ist, doch habe ich es so gesehen und was mir auch viel Heilung gebracht hat. Im 2. Retreat bei dir Gertrud, ging die Bewegung genau umgekehrt. Ich öffnete mich nach unten. Die Bewegung ging zur Mutter Erde hin. Von ihr kam dann auch eine große  Heilung. Der gesamte Prozeß war dann auch sehr dunkel, schwarz, warm und  einhüllend. Jetzt beim 3 .Retreat bei dir war es so, das ich mich die ganze Zeit so gefühlt habe als ob ich in der Mitte bin. Ich bin in einer Höhle, der Prozeß ist warm, dunkel und einhüllend, umarmend und beschützend. Ich wandere nicht nach unten und auch nicht nach oben, sondern ich bin auf der Ebene der Mitte. Es ist eine ganz starke, heilende Energie um mich herum und auch in mir. Ich spüre die Heilung mehr als eine Vereinigung von oben und unten. Es ist nicht diese ganz dunkle Heilung und auch nicht das Licht, was so von oben kommt und so sanft berührt, sondern es ist eine Umarmung, die ist ganz leicht, sanft, angenehm und einfach fantastisch schön.

Gertrud:

Ich spüre dich so ganz präsent. Weit nach unten und oben geöffnet und so ganz da in der Mitte

Ambet:

Die täglichen Gespräche mit dir Gertrud tragen enorm dazu bei ,das alles  viel klarer wird, das die Gedanken sich kristallisieren. Ich höre auch die Worte, die du sprichst viel klarer, viel deutlicher, viel klingender, viel schärfer auf einen Punkt gebracht. Die Worte werden nicht durch optische Reize abgelenkt.
Ich nehme die Worte  durch alle Kanäle auf und auch die eigenen Worte nehme ich durch diese  Kanäle wahr. Die Worte klingen auch in den Zellen, sind im Körper spürbar.

Gertrud:

Was erfährst du zwischen den Gesprächen? Liegst du da und schläfst?

Ambet:

Bei mir ist das oft so, das die Tagesenergie in der Dunkelheit ganz anders  fühlbar ist als die Nachtenergie. Am Tag kuschele ich mich in die Betten ein ,fühle mich wohl, spüre meinen Gedanken nach, träume, dämmere und schlafe. Es gibt z.b. Phasen in der Nacht, wo die Energie ganz anders ist. Die weckt dann ganz andere Geister in mir. Da werde ich mir in der Dunkelheit dann ganz klar, was verfolgt mich, was für Dämonen jagen mich, was für Worte, was für Sätze verfolgen mich, was für Gedanken sind besitzergreifend und besitzend. Ich fühle mich dann auch manchmal  besessen von solchen Gedanken. Das tritt sehr oft in der Nacht auf im  Retreat. Hier kann ich dann diese Gedanken ganz anders klar beobachten.

Nicht das das angenehm ist. Hier kann ich dann erforschen, wo sind Bereiche, wo ich viel Defizite habe, weil diese Besessenheit genau in diesen Bereichen auftritt. Heute Nacht war ich wachgelegen und war auch ganz ruhig. In den Nächten vorher war das ganz anders. Meine Gedanken nahmen fast Besessenheitscharakter an. Ich schaukle dann im Stuhl, singe Mantren um  mich zu beruhigen. Sehr häufig kommt es dann zu sehr konstruktiven Prozessen. Manchmal schlafe ich dann auch wieder ein und kann dann am  Morgen mit dir Gertrud, im Gespräch, diesen konstruktiven Faden gleich  wieder aufnehmen, manchmal darüber sprechen, manchmal stärker klären. So  verläuft ungefähr die Nacht und der Tag in der Dunkelheit. Die große  Klarheit, die ich hier erlange, kommt wohl aus meiner Seele, doch auch aus dem Universum und aus der Mutter Erde. Ich glaube, das alles zusammen hängt, da wir uns über unser Herz mit  der Mutter Erde und dem Himmel zu einer Energie verbinden. Aus dieser Verbindung kommt dann die Klarheit, die sehr viel stärker ist als die  Klarheit, die ich z.b. aus einer Therapiesitzung kannte. Es ist eine  gewachsene Klarheit, die wie ein Baum gewachsen ist, die Saat ist  aufgegangen und daraus ist ein Baum gewachsen. Es ist auch gar nicht nötig ,das man in der Dunkelheit Übungen ausführt. Im Alltagsleben meditiere ich regelmäßig. Hier in der Dunkelheit "bin ich, also brauche ich keine Übungen um zu sein, da ich ja bin."

Gertrud:

Danke fr das Gespräch!

 

Dunkelretreaterfahrung:

Christian war 5 mal bei mir in der Dunkelheit, jeweils für 7, 10, 10, 10 und 9 Tage.

Gertrud:

Warum hast du die Dunkelheit gewählt ???

Christian:

 Ich mache schon einige Jahre Meditation und habe den Eindruck mit Mediation nur kleine Schritte machen zu können. Es gab die Besonderheit, das ich in einem Kloster von einer anderen Person von der Dunkelheit gehört  habe. Von dieser Möglichkeit habe ich mich sofort angesprochen gefühlt.  Dann habe ich mich gleich entschieden in die Dunkelheit zu wollen, wenn  es denn so eine Möglichkeit gibt. Ich habe dann für mich die Angebote  geklärt, die es in Deutschland gibt ein Dunkelretreat machen zu können  und habe mich dann entschieden bei dir Gertrud anzufragen.

Gertrud:

Welche Erfahrungen waren für dich die Wesentlichen?

Christian:

Meine  wesentlichen Erfahrungen waren: Eine ganz andere Dimension zu  erfahren, eine ganz, ganz hohe Intensität und die Begegnung mit der persönlichen Angst. Die war sehr, sehr groß. Doch gleichzeitig mit dem  Angstgefühl war da eine Erfahrung des vollkommenen Getragenseins. Das waren so die ersten Erfahrungen. Dazu kommen Begegnungen, die ich vorher Überhaupt nicht kannte.

Gertrud:

Was kanntest du vorher nicht?

Christian:

Die besondere Ersterfahrung war ungefähr nach 3 Tagen, das sich ein  dauerhaftes Licht bemerkbar machte. Ich hab mich gefragt, was dieses Licht wohl sein sollte. Es erschien in unterschiedlichen Intensitäten, an  unterschiedlichen Orten im Raum und unterschiedlich lange. Du hast mich  dann aufgeklärt, was es sein könnte. Die 2. Erfahrung, die ich machen konnte war, das ich eine komplette Erneuerung des Körpers erfahren  habe. Es kam quasi von aussen ein Tier, was dieses im Raum anwesende Licht in mein Herz getragen hat und von dort aus ist es in den ganzen Körper  gestrahlt. Es war ein unglaublich intensives Gefühl und ich spürte  gleichzeitig eine ganz große Verbundenheit. Diese Verbundenheit fühlte ich mit dem Licht im aussen und dem Licht im Inneren. Ein weiteres  starkes Gefühl war die Verbundenheit zur Erde. Das gipfelte in eine Flut  von wunderschönen Bildern der Erde, Vulkane, Berge, große Wasserfälle. Es lief in 3d vor mir ab und gleichzeitig war ich mittendrinn. Gefühlt ging das über 1 Tag lang. Danach kam dann eine lange Phase der Stille. In  dieser Stille war es wie ein Nachschwingen all dieser hochenergetischen  Erfahrungen. Ich muß betonen, das die Einzelgespräche mit dir Gertrud, dabei sehr behilflich waren, mit diesen Erfahrungen umgehen zu  können und sie auch wirken lassen zu können.
Das Erlebte wirkte auch sehr in den nachfolgenden Alltag.

Gertrud:

Was hat dich motiviert das Retreat noch mal zu machen ?

Christian:

Das war ein klares Gefühl aus dem Inneren, das ich es machen muss. Die  Erfahrungen in den bisher 5 Retreats waren immer wieder anders. Beim 2 mal gab es einen hohen Wechsel der Erfahrungen von großer Beunruhigung. Ich habe von ganz schrecklichen Schlachten geträumt und  wusste nicht, wie ich daraus kommen sollte. Es war ein großer Kampf. Alle  möglichen Dämonen verfolgten mich und trotzdem gelang es mir irgendwie  daraus zu kommen. Vieles löste sich auch im Schlaf. Im Gespräch mit dir  wurde es dann noch klarer, das ich nur ins Licht komme, wenn ich all die Dämonen, Ängste und Kämpfe annehme. Es war eine sehr schöne Erfahrung,  doch ursprünglich hat es mir große Angst gemacht.
Beim 2.Retreat hatte ich große leuchtende Erlebnisse. Es waren Bilderscheinungen mit sehr viel Farben. Es waren  weibliche Gottheiten, die unglaublich berührend waren in ihrer Schönheit  und mit all den Farben. Danach wechselte es wieder zu einem hellen, stillen Leuchten. Dies war eine ganz große Erfahrung für mich.

Gertrud:

Du hast sowohl das leuchtende, wunderschöne Weibliche als auch das dunkle Dämonische erfahren.

Christian:

Ja ,das hat eine große Auswirkung auf meinen Alltag genommen. Ich habe viel intensiver meditiert als sonst. Die Gestaltung des Alltags hat sich  auch verändert. Ich habe vielmehr kreative Momente gesucht und im Alltag  umgesetzt. Auch habe ich die Kreativität noch ganz anders aufleben  lassen. Es spielten Schönheit und Kreativität in dieser Zeit eine große  Rolle für mich.

Ergänzung zur persönlichen Erfahrung des Dunkelretreats:

 

Das wesentliche bei dem 3. Retreat war das Erleben von Personen, die mir bekannt sind und ich plötzlich Abbilder dieser Personen am Himmel sehen konnte in Form von Wolkengestaltung und Lichtveränderungen. Das war eine  große Besonderheit für mich. Dabei wurden mir in einer ganz kurzen Zeit  große Einblicke in die Seelen von Menschen gegeben, was für mich  ungeheuerlich wirkungsvoll war und ich damit ihre Schicksale ganz anders verstehen zu können.

Ein weiteres Erlebnis war ein Traum  voller Leiden. Doch plötzlich schaue ich zur Seite und da stand eine  Gestalt. Diese Gestalt offenbarte sich mir als mein innerer  Beobachter. Ich schaute mit den Augen des Beobachters auf dieses Leiden  und es war da, doch schmerzte es nicht mehr. Das Leid war da, doch hat es keinen Schmerz mehr in mir ausgelöst. Im Gespräch mit dir wurde es mir  klar, das ich meinen inneren Beobachter getroffen habe. Schaue ich aus  seiner Sicht auf das Leid, ist es da, doch macht es nichts mehr mit mir. In der Klarheit war er nach der Dunkelheit verschwunden, doch in  abgeschwächter Form ist er geblieben und war weiter im Alltag wirksam.

Dieses Betrachten des Leidens aus der Beobachterposition war ohne Emotionen doch voller Mitgefühl.

Dieses mal in der Dunkelheit habe ich eine ganz große Ruhe und Stille erfahren können. Ich fühlte mich mit der Dunkelheit ganz anders vertraut als die sonstigen Male. Es war viel weniger Angst da. Es kamen sehr viel  persönliche Themen hoch. Ich dachte, jetzt wird es ja fast  therapeutisch. Es ging um persönliche Ängste, Urerfahrungen. Es ging darum in wieweit ich sie verarbeitet habe und inwieweit mich vieles noch heute behindert. Eine Veränderung folgte dadurch, das die Dunkelheit es anders trägt, das Antworten wie von selbst aus der Dunkelheit kamen und  die Antworten mir bewußt wurden. Die Antworten flossen förmlich als helle Energie in meinen Körper und ich konnte die leidvollen Momente aus  meinem Leben komplett annehmen. Auch habe ich sehen können, das das alles zu meinem Leben gehört. Großer Frieden stellte sich ein.

Danke für das Gespräch!!!!